Aktuelles

Seminar: Argumentationsstark im Business

Souverän in schwierigen Situationen

Veranstalter: Die Akademie für Führungskräfte

 
Trainer: Dr. Albert Thiele
 
Nächster Termin in Berlin.
14. und 15. Mai 2020
 
Semimarbeschreibung und Anmeldung
 
 

 

Neue rhetorische Vorsätze umsetzen – so gelingt’s!

Neues Jahrzehnt. Alles auf Anfang. Viele von uns sind mit guten Vorsätzen ins neue Jahr gestartet. Doch entscheidend ist, was wir davon verwirklichen.

Am Beispiel rhetorischer Lernziele möchte ich Ihnen zeigen, wie Sie Frustration beim Aufbau neuer Gewohnheiten vermeiden und den Teufelskreis aus zu anspruchsvollen Vorsätzen und enttäuschten Erwartungen durchbrechen.

Forscher gehen davon aus, dass knapp 50 Prozent unseres täglichen Handelns durch Gewohnheiten bestimmt sind. Ganz egal ob es darum geht, wie wir unseren Tag starten, wie oft wir unsere E-Mails checken oder wie wir Telefonate führen. Solange das in Einklang steht mit unseren Ansprüchen an uns selbst, ist dies auch in Ordnung. Nur wer damit unzufrieden ist, fasst den Entschluss, neue Gewohnheiten aufzubauen. Wir erleben beispielsweise unsere Soft Skills, die wir für Gespräche, Meetings oder Präsentationen brauchen als unzureichend. Es kann auch um das nächste Karriereziel gehen, für das zusätzliche kommunikative Fähigkeiten nötig sind. Impulse für rhetorische Lernvorhaben gehen manchmal auch vom Feedback des Vorgesetzten aus oder von Kollegen, die wir als souveräner und besser geschult wahrnehmen. Wer verbesserte Gewohnheiten aufbauen will, braucht beim Rhetoriktraining Lernziele.

Hier exemplarisch drei Lernwünsche, die ein Teilnehmer in einem meiner Seminare so formulierte:
1) „Ich neige zum Vielreden und möchte meinen Standpunkt besser auf den Punkt bringen.“
2) „Ich möchte langsamer sprechen und bewusst Pausen machen.“ und
3) „Ich möchte auf unfaire und polemische Angriffe gelassener und souveräner reagieren.“    

Eins vorweg: Für die Umsetzung guter Vorsätze gibt es keine schnellen Erfolgsrezepte. Sie können Ihr Gehirn nicht auf Knopfdruck umprogrammieren. Die besten Chancen hat, wer realistische Lernziele formuliert, iterativ vorgeht und verhaltenspsychologische Praxistipps mit seinen zeitlichen Möglichkeiten und persönlichen Präferenzen in Einklang bringt.

Um das Lernziel zu verwirklichen suchen wir nun Techniken und Lösungswege. Dies finden wir zum Beispiel in Youtube-Videos, Publikationen und Hörbüchern, Seminaren und Coachings oder in Gesprächen mit Anderen. Doch wie setze ich das neue Knowhow in die Praxis um?

 

Kleine Lernschritte sichern Erfolgserlebnisse

Packen Sie nicht zu viele und zu anspruchsvolle Vorsätze in Ihr Programm! Kleine Ziele und konkrete Schritte sind Trumpf. Denken Sie sich darüber hinaus kleine Selbstbelohnungen aus. Wählen Sie bei den Lernzielen zur Verhaltensveränderung (z.B. Veränderung des Sprechverhaltens, gelassene Reaktion auf unfaire Angriffe, Reduzierung extremer Nervosität beim Vortrag) jeweils ein Ziel aus, das Ihnen besonders wichtig ist und formulieren Sie dieses als Lernaufgabe für die nächsten Wochen oder Monate. Schreiben Sie auf, in welcher Form und mit wem Sie üben und in welchen Situationen Sie die neuen Erkenntnisse und Techniken anwenden wollen.

Etablieren Sie ein Erinnerungssystem

Wir sind so stark in unseren täglichen Routinen gefangen, dass wir beim Telefonieren oder in Meetings kaum über unser Sprech- und Argumentationsverhalten nachdenken. Wir rufen dabei gewohnte Muster ab. Es ist daher nötig, sich das gewünschte Verhalten – zum Beispiel den Vorsatz zur Pausentechnik oder zum Argumentieren mit starken Beweismitteln und Beispielen verstärkt zu nutzen – stets bewusst zu machen. Dazu benötigen wir wirkungsvolle „Auslöser“, die mit den neuen Gewohnheit gekoppelt sind. Was für den Frühsportler die Laufschuhe neben dem Bett sind, um gleich nach dem Aufstehen joggen zu gehen, wäre für rhetorische Vorsätze zum Beispiel ein Post-it, ein Merkpunkt oder eine Erinnerungs-App, die uns unsere Anwendungs- und Übungsziele stets vor Augen führen. Zum Beispiel, dass wir in dem anstehenden Gespräch oder Meeting bewusst langsamer sprechen oder zehnminütige Trainingsmodule in unseren Tagesablauf einplanen. Es hat sich bewährt, diese Lernmodule jeweils sonntags in die Wochenplanung zu integrieren. Ein fester Lernrhythmus ist empfehlenswert, zum Beispiel jeden zweiten Tag zehn Minuten zu festen Zeiten (z.B. vor der Tagesschau oder vor dem Sport). Das klappt allerdings nur, wenn es gelingt, ein Verlangen danach zu erzeugen und eine Belohnung einzuplanen. Beim Laufbeispiel könnte das ein leckeres Frühstück sein oder nach ihrer zehnminütigen rhetorischen Übung etwas, das Ihnen Freude macht.

Nutzen Sie Feedback zur Erfolgskontrolle

Überlegen Sie, wie Sie den Erfolg Ihres Lernprozesses validieren wollen. Eine Möglichkeit ist die Selbstprüfung: Fällt mir die Sache schon leichter als vor acht Wochen? Sie können auch Freunde und Kollegen Ihres Vertrauens um eine Rückmeldung bitten oder mit ihnen üben. Soziales Feedback ist im Zusammenspiel mit Videokontrolle und Voice-Rekorder eine wertvolle Hilfe, um den persönlichen Lernfortschritt zu überprüfen und zu einer realistischen Selbsteinschätzung zu gelangen.

Mobile Lernangebote zur Transferförderung

Hörbücher, Online-Videos und andere eLearning-Angebote können Sie beim Aufbau neuer Gewohnheiten unterstützen. Da Sie sich so relevante rhetorische Empfehlungen vor einer Verhandlung oder einem Meeting über Ihr mobiles Endgerät immer wieder bewusst machen können. Hörbücher (mp3-Dateien) eignen sich vor allem für auditive Lerntypen. Hierbei nutzen Sie als Trigger die Situationen beim Auto- oder Bahnfahren, im Flieger oder beim Sport. Im Anschluss an Seminare bieten sich Transfergespräche mit dem Trainer oder Lernpartner an, um Schwierigkeiten bei der Umsetzung und adäquate Lösungen zu besprechen.    

Je erfolgreicher ein neues Verhalten ist, desto eher lösen wir uns von einer alten Prägung. Aus der Hirnforschung wissen wir, dass wir neue Vorsätze umso eher umsetzen, je häufiger wir die neuen Erfahrungen machen und je größer unsere Begeisterung dabei ist. Im günstigsten Fall ist die neue Gewohnheit so tief in unser Gehirn eingebrannt (vermutlich in den Basalganglien), dass wir nicht einmal an das neue Verhalten denken müssen. Wir handeln einfach. Sobald wir nicht mehr über die neue rhetorische Routine nachdenken müssen, hat sich eine Gewohnheit gebildet!

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 Weiterführende Literatur:

Albert Thiele: Argumentieren unter Stress. 16. Aufl. 2019.

B. J. Fogg: Tiny Habits: The Small Changes That Change Everything. 2019

Charles Duhigg: Die Macht der Gewohnheit. Warum wir tun, was wir tun? 2013

 

 

Charisma oder Sachargumente - Was überzeugt Ihre Zuhörer?

Was ist wohl erfolgversprechender, wenn es darum geht, andere Menschen zu überzeugen: sachliche Argumente oder eine charismatische Ausstrahlung?

Helmut Schmidt hatte darauf eine klare Antwort: „Was mich angeht, habe ich immer mehr Wert gelegt auf das Argument und weniger auf die Ausstrahlung.“

Und doch: Bei Führungskräften und Experten stehen charismatische Fähigkeiten im Ranking möglicher Soft-Skills weit oben. Wer möchte nicht bei Vorträgen seine Zuhörer begeistern? Entscheidungsgremien auch mit schwachen Sachargumenten überzeugen? Seine Karriere durch eine gewinnende Ausstrahlung befördern?

Es gibt eine Fülle von Seminaren, Coachings und Publikationen zum Thema Charisma. Dabei wird häufig der Eindruck erweckt, man könne Charisma trainieren, ähnlich wie spezielle rhetorische, argumentative oder kommunikative Fähigkeiten. Dies ist jedoch - wie später erläutert wird - ein unrealistisches Versprechen, das in der Praxis nicht eingelöst werden kann. Zudem entwertet die inflationäre Verwendung den Begriff Charisma.

In diesem Beitrag geht um Chancen und Risiken charismatischer Begabung sowie um tragfähige Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung der persönlichen Ausstrahlung.


Charisma – eine ambivalente Kategorie

„Charisma“ ist weder ein bestimmtes Persönlichkeitsmerkmal noch eine besondere Fähigkeit eines Menschen. Es entsteht ausschließlich in der Fremdwahrnehmung. Es ist eine Zuschreibung der Zuhörer, bei der Faszination und Bewunderung mitschwingen. Demnach beeindrucken charismatische Menschen durch ein „gewisses Etwas“, durch eine besondere Aura und durch ungewöhnliche Qualitäten. Diese Qualitäten können sehr unterschiedlich sein, denn charismatische Persönlichkeiten treffen immer nur den Nerv ihrer Anhänger. Sie bieten ihren Bewunderern eine Projektionsfläche für deren emotionale Bedürfnisse, für die Bewältigung von Ängsten, aber auch für Zukunftsperspektiven, Hoffnungen und Träume.

Welches Cluster an Wirkfaktoren dafür verantwortlich ist, dass bestimmte Menschen mit dem Label „charismatisch“ ausgezeichnet werden, ist empirisch nicht hinreichend erforscht. In jedem Falle scheinen sie über eine Gnadengabe zu verfügen, denn genau das bedeutet dem altgriechischen Ursprung nach charisma.

Die Spannweite charismatischer Charaktere ist sehr groß:
Extrovertierte Charismatiker wie Steve Jobs, Barack Obama oder Emmanuel Macron sind in der Lage, ihr Publikum mitzureißen und an sich zu binden. Dabei vertreten sie ihre Ideen mit Mut und glühender Begeisterung, sie bestechen durch die Macht der Rhetorik und sind Meister der Selbstinszenierung.

Auch introvertierte, stille Charaktere wie Stephan Hawking und Albert Einstein gelten in den Augen vieler als charismatisch. Die Öffentlichkeit bewundert die Ausnahmephysiker wegen ihrer Genialität, ihrer spektakulären Erklärungsansätze zu den Geheimnissen des Weltalls, gepaart mit ihrem bescheidenen Auftreten. Es ist erstaunlich, dass Hawking als charismatischer Medienstar bezeichnet wurde, obwohl er an einer Erkrankung des Nervensystems litt, die ihm alle motorischen Fähigkeiten und die Stimme genommen hatte. Wenn die inhaltliche Substanz außerhalb jeder Diskussion steht, spielen äußere Faktoren offenbar kaum eine Rolle.      


Vorsicht bei charismatisch begabten Idealisten

Charismatische Ausstrahlung birgt allerdings auch Gefahren und Risiken. Helmut Schmidt begegnete charismatisch begabten Idealisten in Politik und Wirtschaft immer mit großer Skepsis, vor allem weil begeisternde Auftritte bei der euphorisierten Anhängerschaft zu überschießenden Erwartungen führen. Wenn sich die Leistungsversprechen später nicht erfüllen, ist das ernüchternd und enttäuschend.

Bei Barack Obama stehen zum Beispiel die bescheidenden Ergebnisse seiner Präsidentschaft in starkem Kontrast zu seinen rhetorisch brillant vorgetragenen Wahlversprechen zu Anfang seiner ersten Amtszeit. Stellvertretend für diese Diskrepanz mögen die NSA-Affäre, das nicht geschlossene Gefangenenlager von Guantanamo und seine verfehlte Energie- und Nahostpolitik stehen.

Auch bei Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verblasst seine ursprüngliche Strahlkraft, wenn man an die Gelbwesten-Bewegung, an die erstarkende Opposition in Frankreich und die ausbleibende Akzeptanz seiner großen Vision für Europa denkt.

 

Als Wähler sollte man daher immer auch hinter die Fassaden schauen, um nicht auf charismatisch wirkende Persönlichkeiten hereinzufallen. Inwieweit hat beispielsweise der potentielle Kandidat für das Amt eines Kanzlers, eines Ministers oder Top-Managers in seinem tatsächlichen Wirken bereits nachgewiesen, dass er für die angestrebte Herausforderung geeignet ist?

Der Management-Berater Fredmund Malik von der Universität St. Gallen hält charismatische Führungskräfte für gefährlich und nicht wünschenswert. Er erinnert an die Diktatoren Hitler, Mao und Stalin, die auch über eine charismatische Ausstrahlung verfügten, diese aber für destruktive Ziele eingesetzt haben. Malik sieht in Charismatikern ein großes Risiko, weil sie sich nicht an Spielregeln halten, unberechenbar agieren und davon überzeugt sind, in allem Recht zu haben.

Leider gibt es keinen verlässlichen Weg, um sich vor selbstverliebten Charismatikern zu schützen. Sie können aber Vorsicht walten lassen und ihren möglichen Verdacht ernst nehmen, dass mangelnde Sachkompetenz oder fehlende moralische Standards durch eine One-Man-Show, geschliffene Rhetorik und manipulative Taktiken überkompensiert werden sollen.

Wenn Sie mit charismatischen Menschen in Kontakt sind, können drei Prüffragen vor falschen Einschätzungen schützen:
(1) Wodurch ist belegt, dass der charismatisch Wirkende tatsächlich Sachverstand und Urteilsvermögen auf dem diskutierten Gebiet hat?
(2) Was weiß ich über seine tatsächlich erbrachten oder zu erwartenden Leistungen?
(3) Passt meine Einschätzung zu den Vorinformationen über den Ruf, die Vita und die Persönlichkeit des Charismatikers?

 

Kann man „gute Ausstrahlung“ lernen?

„Charisma“ lässt sich nur indirekt trainieren, denn niemand weiß genau, aufgrund welcher Faktoren das Publikum einem Menschen diese Qualität zuschreibt. Als Coach wäre es unseriös zu behaupten: „Wenn du an diesen oder jenen Faktoren arbeitest, wirst du von deinen Zuhörern als charismatisch wahrgenommen.“ 

Wir können jedoch an den Wirkfaktoren arbeiten, die das Publikum allgemein wertschätzt. Dies lohnt sich zum Beispiel für fachlich exzellente Führungskräfte und detailverliebte Experten, aber auch für alle, denen es an Selbstsicherheit, Bühnenpräsenz und Einfühlungsvermögen für die Erwartungen der Zuhörer mangelt.

Die folgenden Faktoren korrelieren mit einer gewinnenden Ausstrahlung:

  • Positive und optimistische Grundhaltung. Wir strahlen aus, was wir denken – über uns selbst, das Thema und unser Gegenüber. Glaubenssätze, die Sie sich vor einem Auftritt mantraähnlich verinnerlichen, kommen Ihrem Selbstbewusstsein und damit Ihrer Wirkung zugute. Drei Formulierungsbeispiele:

-                       „Ich setze auf meine Stärken und stehe zu meinen 
     Ecken und Kanten.“

-                       „Ich brenne für mein Thema.“

-                       „Ich freue mich darauf, meine Zuhörer für meine
     Ideen zu begeistern.“

  • Bühnenpräsenz – Auftreten im Hochstatus. Wer diese Voraussetzung mitbringt, fühlt Sie sich wohl im Zentrum einer Bühne, agiert ruhig und bewusst im Hier und Jetzt und ist in der Lage, seine Botschaften selbstsicher, gewinnend und eloquent zu vermitteln. Mit einer offenen Körpersprache, ruhigen Bewegungen, einer raumgreifenden Gestik, einem freundlichen Gesichtsausdruck und der Macht des gesprochenen Wortes lässt sich die eigene Performance verstärken.
    Professionelle Verhaltenstrainings bieten die besten Chancen zur Verbesserung der Bühnenpräsenz. Unverzichtbar ist dabei videogestütztes Feedback, um die eigene Außenwirkung realistisch einzuschätzen und durch individuelle Übungen aus der Praxis mehr Vertrauen in die rhetorischen Stärken aufzubauen und spürbare Fortschritte zu erzielen. Flankierende Maßnahmen zur Umsetzung des Erlernten tragen dazu bei, die erwünschten Lernziele nachhaltig zu erreichen.    
  • Empathie. Hier geht es darum, Interesse an den Bedürfnissen und am Schicksal anderer zu zeigen. Empathische Menschen sind gute Zuhörer. Sie gehen wertschätzend mit anderen Sichtweisen um, stellen Bezüge zu den Vorerfahrungen des Publikums her und veranschaulichen dadurch die Bedeutung und den Nutzen der vorgestellten Idee oder Vision.

  • Die Sprache als Wirkfaktor. Steve Jobs setzte bei öffentlichen Auftritten auf eine geläufige Sprache, einen partnerschaftlichen Ton und eine „hirnfreundliche“ Kommunikation. Als Zuhörer konnte man ihm gut folgen und die Inhalte wie auch die unterstützende Visualisierung leicht verarbeiten.

Um die Kernbotschaften beim Zuhörer einzubrennen, bevorzugte der Apple-Gründer persönliche Geschichten, überraschende Aktionen und einprägsame Analogien und Metaphern.
Steve Jobs war ein Meister des Storytellings und des Infotainments, also der Verknüpfung von Information und humorvoller Unterhaltung. Diese kommunikativen Tools sind auch der Erfolgsgarant der berühmten TED-Talks. Sie lassen sich sehr gut trainieren und bieten die besten Chancen, die Botschaften bei den Zuhörern „wiedererzählbar“ zu verankern.

 

Wer seine persönliche Wirkung verbessern will, ist gut beraten, keine Rolle zu spielen und keine Verhaltensschablonen zu imitieren. Das Publikum honoriert einen authentischen und glaubwürdigen Vortragsstil. Agieren Sie bei Ihren Auftritten natürlich und nicht aufgesetzt. Verbiegen Sie sich nicht. Vertrauen Sie auf Ihre Stärken und akzeptieren Sie Ihre Ecken und Kanten als Teil Ihrer Einzigartigkeit.


Ihre Begeisterung für Ihre Idee prägt Ihre Ausstrahlung

Die entscheidende Voraussetzung für Ihre Strahlkraft liegt in einer außergewöhnlichen Idee, einem innovativen Produkt oder in einer mutigen Vision, für die Sie brennen. Und in Ihrer Überzeugung, dass Ihre Botschaft dem Publikum einen Mehrwert bringt. Ihre Begeisterung für Ihr Anliegen ist die entscheidende Triebkraft für einen starken Auftritt. Wer eine bestechende Idee mit Leidenschaft und Überzeugungskraft vorträgt und die kommunikativen Instrumente beherrscht, hat Chancen, als charismatisch wahrgenommen zu werden.

Ein leuchtendes Beispiel für eine Führungspersönlichkeit, die gleichzeitig über eine gewinnende Ausstrahlung und tatsächliche Sachkompetenz verfügte, ist Helmut Schmidt. Gräfin Dönhoff, die Mitherausgeberin der ZEIT, attestierte dem Altbundeskanzler drei seltene Gaben, die zu seinem „Charisma der Vernunft“ gehörten: „Erstens die Fähigkeit, die Lage klar zu analysieren; zweitens das Talent, mit scharfem Blick zu erkennen, was davon in praktische Politik umgesetzt werden kann; und drittens die Beredsamkeit, andere von der Richtigkeit seiner Ansichten zu überzeugen.“

 

Weiterführende Hinweise zu den Themen Rhetorik, Charisma, Argumentieren und Konflikt-Management:

 

Eidel, U.; B. Tybusseck (Hrsg.): Konflikte lösen – Verhandeln unter Stress. Freiburg 2019

Thiele, A.: Argumentieren unter Stress. 16. Aufl. dtv München 2019

Thiele, A.: Argumentieren unter Stress (überarb. und ergänzte Auflage) Hardcover Frankfurt 2017

Thiele, A.: Hörbuch Argumentieren unter Stress (bei Campus erschienen)  

Thiele, A.: Argumentieren und überzeugen (Videotraining) Pinkuniversity. (seit Nov. 2018 auch in Englisch 2018)

 


 

 

 

Themen und Anlässe für Ihr Coaching

 


Sie möchten bei Ihren Vorträgen souverän auftreten und  den Nerv des Publikums treffen? Sie suchen einen diskreten Reflexions- und Sparringspartner, mit dem Sie Lösungswege für heikle Führungs- und Konfliktsituationen erarbeiten und deren Umsetzung trainieren können? Sie wünschen sich einen erfahrenen Coach, der Sie fit macht für Auftritte in der Öffentlichkeit?

Um diese und ähnliche Themen geht es bei unserem Coaching-Angebot: Wir unterstützen, beraten und begleiten Sie bei der Weiterentwicklung ihrer kommunikativen Fähigkeiten und ihrer Führungskompetenz – auch im Hinblick auf die neuen Anforderungen in der Arbeitswelt 4.0. Sie profitieren von unseren 30-jährigen Erfahrungen und dem Expertenwissen bei Advanced Training in diesen Lernfeldern: #Rhetorikcoaching und #Auftrittskompetenz; #Führungscoaching und #Konfliktmanagement; #Argumentationssparring sowie #Mediencoaching - Überzeugen vor Mikrofon und Kamera.    

In unseren Coachings starten wir in der Regel mit der Klärung der Ziele und Erwartungen des Klienten sowie einer persönlichen Standortbestimmung. Auf dieser Grundlage erarbeiten wir für Ihre Aufgabenstellung gemeinsam passgenaue Strategien und Lösungsansätze. Wir helfen Ihnen, die Perspektive zu wechseln, eingefahrene Gleise zu verlassen und neue Wege zu finden.


Ein unverzichtbares Coaching-Tool ist offenes und videogestütztes Feedback zu Ihrer Außenwirkung. Dies ermöglicht es, Ihren ‚Blinden Fleck‘ zu verkleinern und Ihr Selbstbild mit Ihrem Fremdbild in Einklang zu bringen. Dieser Punkt ist deswegen von größter Bedeutung, weil Führungskräfte im Zuge ihres beruflichen Aufstiegs immer weniger ehrliches und ‚objektives‘ #Feedback aus dem Umfeld bekommen
.

 

Die Dauer des Coachings richtet sich nach der Komplexität der Aufgabenstellung und den Lernzielen des Klienten. Die Coaching-Formate reichen von einem Kurzzeitcoaching (z.B. via Skype) bis zu einem strukturierten Coaching-Prozess, der in der Regel mehrere Sitzungen umfasst. Eine Coaching-Sitzung dauert bei uns 4 Zeitstunden. Auf Wunsch begleiten wir unsere Coachees ohne zeitliche Limitierung.


Die Coaching-Anlässe im Einzelnen: 

 

1. Rhetorikcoaching und Auftrittskompetenz

 

Zum Aufgabenprofil von Führungskräften gehören interne wie externe rhetorische Herausforderungen. Dazu zählen #Vorträge und #Präsentationen auf  großen Bühnen genauso wie die Kommunikation in Konferenzräumen oder bei Online-Meetings mit virtuellen Teams. Im Mittelpunkt steht das Ziel,  souverän, glaubwürdig und authentisch aufzutreten und die rhetorische Strategie flexibel auf verschiedene Zuhörerkreise anwenden zu können. Denn Kunden, Mitarbeiter, Management und die übrigen Anspruchsgruppen der Führungskräfte-Kommunikation ‚ticken‘ unterschiedlich. Sie haben jeweils andere Erwartungen, Entscheidungskriterien, Vorkenntnisse und Sichtweisen. Kundenorientierung bedeutet, diesen Besonderheiten bei der Erarbeitung der Vortragsstrategie und beim Auftritt selbst Rechnung zu tragen. Dies schafft günstige Voraussetzungen dafür, einen guten emotionalen Kontakt zum Publikum herzustellen, die Zuhörer zu fesseln und die Kernbotschaften ‚wiedererzählbar‘ zu verankern.

 

Unser videogestütztes #Rhetorikcoaching bietet Ihnen die Chance, valide Informationen darüber zu erhalten, wie Sie auf andere wirken - das heißt, wie Zuhörer die vermittelten Inhalte sowie Ihre Körpersprache, Stimme und Ihr Sprechverhalten wahrnehmen. Daran anknüpfend fällt es leichter, gezielt an der Verbesserung der persönlichen Wirkung zu arbeiten – Stärken auszubauen und Verbesserungspotentiale zu erschließen. Dies impliziert auch die Vermittlung der rhetorischen Stilmittel, die sich bei den #TED-Talks bewährt haben. Die Redner sprechen bei diesem Vortragsformat über Ideen, die sie selbst begeistern und die es wert sind, weltweit verbreitet zu werden. Das Konzept setzt auf die Macht emotionaler vor allem selbst erlebter - Geschichten (#Storytelling) und erklärt komplexe Sachverhalte in einfachen, verständlichen Worten und anhand anschaulicher Beispiele, Analogien und Metaphern.  

 

Ein Coaching ist dann besonders lohnend, wenn bestimmte Redeszenarien für Sie ungewohnt oder neu sind und wenn Sie Ihre Auftritte unter professioneller Anleitung individuell und praxisbezogen reflektieren und druchspielen möchten. Dann fällt es Ihnen von Mal zu Mal leichter, mit Auftrittsfreude und Erfolgszuversicht vor Ihr Publikum zu treten.        


 2. Führungscoaching und Konfliktmanagement

 

Bei diesen Coaching-Anlässen erhalten Sie Gelegenheit und Instrumente, das eigene Führungsverhalten zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Durch praxisbezogene Übungen und Feedback lernen Sie, die Wirkung Ihres Verhaltens kritisch zu reflektieren. Im Rahmen des #Führungscoachings wird auch die Frage behandelt, welcher Führungsstil am besten zu Ihrer Persönlichkeit, zu Ihrem Wertekodex, dem personellen Umfeld und der Kommunikations- und Führungskultur des Unternehmens passt. Unser Coaching hilft Ihnen zudem, Ihre Kommunikations-, Motivations- und Konfliktfähigkeit so zu steuern, dass die Potentiale der Mitarbeiter sowie #Wir-Gefühl und sozialer Zusammenhalt im Team gefördert werden. Im Hinblick auf Konfliktsituationen haben Sie die Chance, Lösungsoptionen zu erarbeiten und zu trainieren, die Erfolg versprechend sind ohne die menschliche Beziehung zu beeinträchtigen.

 

Unterstützung bei Neuorientierung und #Startups      
Ein #Coaching kann auch infrage kommen, wenn sich Führungskräfte bei wichtigen Veränderungen neu orientieren müssen. Etwa bei einem #Change-Prozess, einer #Fusion oder einem Wechsel auf der gleichen Führungsebene. Unser Angebot
richtet sich auch an Personen, die in ihrem Unternehmen oder als Quereinsteiger eine neue Führungsfunktion übernehmen. Wir bereiten den Coachee auf die neuen Anforderungen vor und sensibilisieren für Stolpersteine und Klippen, mit denen er speziell in den ersten 100 Tagen konfrontiert sein könnte. Vermittelt wird zum Beispiel das kommunikative Rüstzeug, um erste Begegnungen in dem neuen Umfeld souverän zu absolvieren, ein tragfähiges Beziehungsnetzwerk aufzubauen und die Erwartungen der Anspruchsgruppen zu erfüllen - oder sogar zu übertreffen. Im Coaching bietet sich zudem die Chance, zeitnah die Erfahrungen in der neuen Führungsrolle zu reflektieren und konstruktives Feedback zu erhalten.

Ein Führungscoaching kommt auch für junge #Führungsnachwuchskräfte und #Startup-Unternehmer in Frage, die im geschützten Rahmen eines Coachings modernes Führungs-Kow-how kennenlernen und/oder ihr Führungs- und ihr Kommunikationsverhalten überprüfen und weiterentwickeln wollen.

 

  3. Argumentationssparring

 

Coaching-Anfragen zu dieser Rubrik beginnen oft damit, dass jemand eine kommunikative Situation (Verhandlung, Teammeeting, Präsentation, Pro-Contra-Diskussion u.a.) als schwierig und stressig erlebt oder den Eindruck hat, dass Kollegen, statushöhere Gesprächspartner oder externe Akteure (z.B. Politiker) rhetorisch besser aufgestellt sind. Auch eine erlittene Niederlage in einem Streitgespräch vor den Augen anderer kann zu einer Anfrage führen - unter dem Motto: „Das soll mir nie wieder passieren!“

 

Auslöser für ein Coaching kann auch ein Veränderungs- und Umstrukturierungsprozess sein, der aggressive und polemische Auseinandersetzungen im Unternehmen und in der Öffentlichkeit mit sich bringen kann. Involvierte Führungskräfte und #Change-Manager haben Gelegenheit, ihre Kommunikationsstrategien zu reflektieren sowie neue Techniken kennenzulernen und einzuüben, um
-   ihre Argumentation psychologisch geschickt und zuhörerorientiert aufzubauen,
-   ihre Kernbotschaften auf den Punkt zu bringen,
-   kritische Einwände und massive Kritik zu neutralisieren und
-   sich in Rede und Gegenrede standfest und glaubwürdig zu behaupten.

 

Es kommt zudem der Souveränität und Sicherheit zugute, wenn der Coachee #Machtspiele und #Dirty Tricks früh erkennt und Abwehrstrategien verfügbar hat. Dies schließt auch die frühzeitige Beeinflussung der Gruppendynamik mit ein. Beispielsweise durch gezielte Vier-Augen-Gespräche mit Schlüsselpersonen und informellen Führern.

 

Worum es in unseren Coachings zum #Argumentationssparring gehen kann, zeigt exemplarisch diese Anfrage einer Bank: „Die geplante Verschmelzung von zwei Bankhäusern wird in der Region XYZ sehr emotional und häufig unsachlich diskutiert. Der Vorstand sucht daher die Unterstützung eines Coaches und Sparringspartners, um die Fusionsentscheidung in der Öffentlichkeit überzeugend zu kommunizieren. Um für die anstehende Großveranstaltung gewappnet zu sein, sollen Strategien zur Abwehr pauschaler Polemik, persönlicher Unterstellungen und anderer Spielarten der Kampfdialektik trainiert werden.“     
 

 4. Mediencoaching: Überzeugen vor Mikrofon und Kamera

 

Im #Mediencoaching vermitteln wir Führungskräften, Sprechern und Fachexperten die Spielregeln professioneller Medienauftritte und das kommunikative Rüstzeug, um vor Mikrofon und Kamera eine gute Figur zu machen. Unter studioähnlichen Bedingungen trainieren wir #Statements, #Stress-Interviews und #Public Speaking. Darüber hinaus bereiten wir Führungskräfte auf #Talkshows, #Podiumsdiskussionen und andere mediale Auftritte vor. #Krisenkommunikation gehört ebenfalls zu möglichen Coaching-Themen. Dabei erarbeiten wir gemeinsam mit den verantwortlichen Führungskräften Strategien, um im Krisenfall professionell auf Medienanfragen reagieren zu können.    

 

Zu unseren Coaching-Angeboten gehört auch ein ‚Medientraining on Demand‘. Hierbei unterstützen wir Sie kurzfristig bei der Vorbereitung von Auftritten in Funk, Fernsehen oder Business-TV wie auch bei herausfordernden Präsentationen oder Vorträgen.  

Wenn Sie sich in einem oder mehreren dieser Szenarien wiederfinden und Ihre kommunikative Fähigkeiten und Ihr Führungsverhalten überprüfen und gezielt weiterentwickeln wollen, sprechen Sie uns an. Wir freuen uns darauf, Sie von der Qualität und den USPs unseres Coachings zu überzeugen. Ich verspreche Ihnen ein individuelles, auf Ihren Bedarf und Ihre Persönlichkeit zugeschnittenes Gesprächs- und Übungsprogramm, das Ihnen auf Ihrem Weg einen nachhaltigen Mehrwert bringt.

 

Anfragen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 Details: www.coaching-at.de

 

 

 

 

Medientraining - Sieben Grundregeln für öffentliche Auftritte

Dieser Beitrag sensibilisiert für die Dos und Don’ts bei Ihren Auftritten vor Mikrofon und Kamera. Die Grundregeln für öffentliche Auftritte* helfen Ihnen, auf externen Bühnen eine gute Figur zu machen. Diese Basics geben Ihnen Orientierung bei Statements, in Sach- und Stress-Interviews, bei Video-Botschaften oder in Diskussionsrunden und Talkshows. (Weiterführende Links s.u.)

 

Was Sie beim nächsten Auftritt mindestens beachten sollten:

 

1. Ihre Stimmung beeinflusst Ihren Sympathiewert

 

Ihre innere Einstellung ist der Dreh- und Angelpunkt für Ihre Ausstrahlung und Wirkung. Nehmen Sie sich vor Ihrem Auftritt einige Minuten, in denen Sie sich positiv einstimmen. Denken Sie zum Beispiel an gelungene Auftritte aus der Vergangenheit. Machen Sie sich Ihre persönlichen Stärken bewusst. Sagen Sie sich Ihre Kernbotschaften halblaut vor. All dies erleichtert es Ihnen, mit Auftrittsfreude vor die Kamera zu treten. Bedenken Sie: Ihre Stimmung beeinflusst ganz wesentlich Ihre körpersprachliche Wirkung und die Wärmetönung Ihrer Stimme.

 

2. Ihre Persönlichkeit wirkt stärker als Worte

 

Bei Ihren Auftritten senden Sie immer auch informationsbegleitende Botschaften. Diese werden 'unterschwellig' vermittelt vor allem über Ihre Körpersprache, Stimme und Ihr interaktives Verhalten sowie über Ihre Kleidung und den visuellen (und ggf. auditiven) Hintergrund. Diese Faktoren entscheiden maßgeblich darüber, inwieweit Sie aus der Sicht der Zuhörer authentisch, glaubwürdig und sympathisch wahrgenommen werden. Die Personalisierung kommt einem Wunsch der Zuhörer entgegen: Sie möchten wissen, mit wem sie es zu tun haben, und interessieren sich an erster Stelle für die Persönlichkeit des Vortragenden und erst an zweiter Stelle für die Inhalte.

 

Hinzu kommt, dass die Zuhörer während Ihres Auftritts keinen Faktencheck Ihrer Argumente machen können. Sie fragen sich im Zweifel, ob sie dem Menschen vertrauen kann, der die Worte sagt, also Ihnen. Wie wichtig die ‚weichen Faktoren‘ für Ihre Akzeptanz beim Publikum sind, zeigt sich an der zugespitzten Maxime für mediale Performance: Wer sympathisch wirkt hat Recht. 

 

Ich rate Ihnen, so aufzutreten, dass man später über Sie eine gute Geschichte erzählen kann. 

 

3. Eine einfache und anschauliche Sprache ist das Erfolgsrezept

 

Für die mündliche Kommunikation gilt der Satz: „Was nicht sofort verstanden wird, wird nie verstanden!“ Verständlich sprechen heißt, hirngerecht zu kommunizieren, also so, dass der Zuhörer gerne zuhört und die Inhalte leicht verarbeiten und speichern kann. Sprechen Sie daher in einfachen Sätzen. Vermeiden Sie Fachsprache, Fremdwörter, Abkürzungen und Anglizismen. Das gesprochene Wort sollte nicht nach Schriftsprache klingen sondern alltagssprachlich und natürlich. Sie verankern Ihre Botschaften im Kopf der Zuhörer, wenn Sie abstrakte Inhalte durch Beispiele und Bilder konkretisieren.

 

Für die Länge eines Satzes gilt die drei Sekunden-Faustregel. Ihr Zuhörer braucht spätestens nach drei Sekunden eine Unterbrechung: eine kleine Pause oder ein hörbares Senken der Stimme am Satzende. Sonst verliert er den Überblick und schaltet ab. Wer ohne Punkt und Komma redet, überschreitet diesen Zeitrahmen.

 

4. Ihre Begeisterung ist der stärkste Wirkfaktor

 

Sie fühlen sich bei externen Auftritten am besten und haben aus Sicht der Zuhörer die stärkste Ausstrahlung, wenn Sie über ein Thema sprechen, für das Sie sich begeistern. Zum Beispiel eine außergewöhnliche Idee, eine mutige Zukunftsvision oder ein innovatives Produkt. Setzen Sie beim Vortragen und Argumentieren auf plastische Beispiele, emotionale Geschichten und Analogien, um die Inhalte emotional aufzuladen. Das machtvolle rhetorische Stilmittel ‚Storytelling‘ hat sich bei TED-Talks rund um den Globus 1000fach bewährt (Literaturhinweis s.u.).

 

5. Trainieren Sie Ihr Zeitgefühl

 

Der Grenznutzen wird immer kleiner, je länger Sie sprechen. Trainieren Sie daher Ihr Zeitgefühl. Drei Argumente sprechen gegen zu lange Redebeiträge: Ihr Sympathiewert sinkt, Sie bauen viele Angriffsflächen auf und Sie überfordern die Aufnahmefähigkeit der Zuhörer.  Arbeiten Sie daran, Ihre Position knapp und klar auf den Punkt zu bringen. In 30 bis 40 Sekunden. Das ist etwa die Länge des Elevator Pitch Das beste Werkzeug zur wirkungsvollen und souveränen Argumentation ist die Fünfsatztechnik. Sie beinhaltet gedankliche Baupläne zur zielgerichteten und strukturierten Beweisführung. Mit und ohne Vorbereitung. (Links dazu siehe unten)

 

6. Halten Sie Argumentations-Module zu den gängigen Themen bereit

 

Argumentations-Module sind kurze, vorbereitete Statements zu den Schlüsselfragen, die aktuell auf der Agenda stehen und die in Diskussionen thematisiert werden können. Je engmaschiger das Netz vorbereiteter kurzer Argumentationen ist, umso besser sind Sie für Ihre Auftritte gewappnet. Insbesondere wenn Sie in Rede und Gegenrede gefordert sind. Sorgen Sie dafür, dass diese Argumentationsmodule immer auf dem neuesten Stand sind.

 

Chancen eines Medientrainings – Keine Kunst ohne Übung

 

In unseren Medientrainings lernen Sie, diese Grundregeln anhand eines validierten Programms einzuüben. Darüber hinaus vermitteln wir das rhetorische und dialektische Rüstzeug, um in Stress-Interviews, Podiumsdiskussionen und Talkshows sowie beim Public Speaking souverän und mit einem guten Gefühl zu agieren. Sie trainieren durchgängig anhand aktueller Themen, die für Ihre öffentlichen Auftritte und die Außenwirkung Ihres Unternehmens von Bedeutung sind. Bei den Lernmethoden stehen Praxissimulationen mit kameragestütztem Feedback im Mittelpunkt. Dadurch können Sie Ihre Stärken und Verbesserungspotenziale besser einzuschätzen und gezielt Fortschritte machen.

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*Hinweis: Die Basic Skills sind eine Weiterentwicklung der „Sechs Gebote für TV-Auftritte“, die Ulrich Kienzle in unseren gemeinsamen Medientrainings den gecoachten Vorständen und Sprechern vermittelt.

 

 

Weiterführende Informationen:

 

Details zum Medientraining und Coaching unter www.coaching-at.de

Ratgeber zu Thema „Auftritte in Funk und Fernsehen“:

  • Anderson, C.:TED Talks: Die Kunst der öffentlichen Rede. Das offizielle Handbuch. https://amzn.to/2EUBQlZ
  • Youtube-Video: Anderson, C.: TED's secret to great public speaking.  
    https://bit.ly/1Wgd8OT
  • Thiele, A.: Argumentieren unter Stress. Auflage
    https://amzn.to/2MhqApS
  • Thiele, A.: Argumentieren unter Stress. dtv https://amzn.to/2GtIsKi
  • Hörbuch – Thiele, A.: Argumentieren unter Stress. https://amzn.to/2GtIsKi
  • Online-Videotraining – Thiele, A.: Argumentieren und Überzeugen (Pinkuniversity)
    Seit Nov. 2018 auch in Englisch verfügbar: Titel: Justification and Persuasion Techniques)
    https://www.pinkuniversity.de/ (Hinweis: Pinkuniversity bietet hochwertige Online-Videos für die nachhaltige Entwicklung von Fach- und Führungskräften in Unternehmen)

 

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